Lebens- & Sterbebegleitung

Die Nachricht über eine schwere Erkrankung versetzt uns oft in eine starke Ohnmacht, egal ob wir selbst betroffen sind oder es sich um einen Menschen handelt den wir lieben.

In dieser Zeit geht man als Betroffener, sowie als Angehöriger durch verschiedene Gefühle und Phasen von absoluter Hilflosigkeit, Traurigkeit, Wut, Zorn, ja bis zur Freude kann alles darin enthalten sein.

Wir versuchen alles zu tun und zu richten und sind meistens nach einiger Zeit überfordert, sodass unsere Erschöpfungszustände zunehmen.

Irgendwann kommen wir an den Punkt, wo wir merken wie sehr uns die Hände gebunden sind.

 

Bei Angehörigen/Freunden tauchen Fragen und Ängste auf wie:

  • Was kann ich tun und wie kann ich helfen?
  • Was darf ich ansprechen?
  • Wie soll ich mich verhalten?
  • Was sollte ich unterlassen?
  • Soll ich Hoffnung vermitteln, wenn es aussichtslos erscheint?
  • Soll ich die Krankheit/den Tod ansprechen?
  • Darf ich Fragen zur gewünschten Bestattung stellen?
  • Soll ich die Kinder damit konfrontieren?
  • Soll ich sie mit ins Krankenhaus nehmen?
  • Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll, also vermeide ich lieber ein Treffen.

 

Bei Betroffenen kann es gehen um:

  • den Verlust der Gesundheit
  • das ständige Gedankenkarussell über die Krankheit
  • den Verlust der Hoffnung
  • die Scham zur Last zu fallen 
  • starke Schmerzen die irgendwann die Psyche belasten
  • aufkommende Wut oder Neid auf „Überlebende“
  • die Trauer über die nicht erfüllten Träume & Wünsche
  • das „Nicht-Erleben“ der Zukunft von Angehörigen
  • das Erkennen der eigenen Endlichkeit
  • das Aussöhnen mit belastenden Umständen/Situationen
  • die Angst vor dem Sterbevorgang
  • das Regeln der Angelegenheiten/Bestattungswünsche
  • und vieles mehr…

 

Es ist ein Ausnahmezustand mit vielen verschiedenen Phasen, die in Wellenbewegungen in uns vorkommen können.

Manche Menschen wollen alles noch richten, andere ziehen sich vollständig zurück – je nach Individualität und Persönlichkeit.

Unsere Gesellschaft vermeidet  es über eigene schwere Krankheiten und den Tod zu sprechen, deshalb haben wir oft keine Idee wie wir in solchen Situationen mit uns selbst und anderen umgehen sollen.

Egal ob du Betroffener oder Angehöriger bist, egal was bei dir ist oder gerade auftaucht, habe den Mut und melde dich.

Viele sind überfordert und brauchen Hilfe um einen stimmigen Umgang mit der Krankheit, der Situation, dem Betroffenen, dem nahenden Tod zu finden.

Oft machen wir alles mit uns selbst aus, weil wir unsere geliebten Personen schützen wollen und  ihnen nichts von uns erzählen, um sie vor weiterem Kummer zu bewahren.

Gerade dann kann es helfen mit einer außenstehenden Person zu sprechen.

In meinen Begleitungen liegt mein Hauptaugenmerk auf dem, was du brauchst und was dir helfen kann in dieser Situation.

Es ist ein DA-SEIN, ein Zuhören, ein Wahrnehmen, ein Verstehen.

Ein „darüber reden“ was ansteht, noch ausgesprochen oder getan werden möchte, welche Gefühle du dir nicht traust auszusprechen, was hilfreich wäre und was Ruhe bringen könnte. Manchmal ist es auch nur ein stilles „Verstehen“ der Situation.

Durch meine Erfahrungen in der Hospizbegleitung und meine Feinfühligkeit biete ich dir den Rahmen, um alles auszudrücken was dich belastet oder auch um deine Fragen bestmöglichst zu beantworten.  

 

Ich freue mich von dir zu hören und bedanke mich jetzt schon von Herzen für dein Vertrauen.