Über mich

Ich lebe mit meiner Familie im wunderschönen Mostviertel. Hier gibt es jede Menge Natur und wundervolle Wege, auf denen ich täglich mit meinem Hund spazieren gehe. In diesen Momenten kann ich zwei Kraftquellen in mir aktivieren, die Natur und die Tiere.

Hier kann ich abschalten, durchatmen und finde meine innere Ruhe. Hier geht mein Herz auf, hier fühle ich mich weit, frei und verbunden.  Hier bin ich einfach nur ganz da und MIT MIR.

Mich hat schon immer interessiert warum Menschen sind wie sie sind und was sie zu ihren Handlungen bewegt. Schon als Kind habe ich vieles hinterfragt und immer Antworten gesucht. Das war auch der Grund warum ich vor ca. 20 Jahren meine Reise zu mir selbst begonnen habe.

Dabei bin ich vielen Menschen und Lebensphilosophien begegnet und habe unterschiedliche Aus- und Weiterbildungen gemacht. Unter den ersten waren z.B. das Mentaltraining nach Kurt Tepperwein und der Reikimeister. Nach der Erfahrung zweifache Mutter zu werden, folgten die Ausbildungen zur Dipl. Lebens- und Sozialberaterin, systemischen Aufstellungsleiterin, Meditationsleiterin, sowie zur zertifizierten Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleiterin.

In dieser Zeit hat mich meine eigene, tiefe Innenschau vieles erfahren lassen und ich konnte vieles über mich selbst lernen.

Aus vielen einzelnen Verlusterfahrungen heraus, habe ich mich jahrelang unverstanden, alleine und einsam gefühlt, bis ich verstanden habe womit das zusammenhängt, was ich verändern kann und was ich brauche und machen kann, damit es mir besser geht.

Ob ich nun mit meinen Klienten arbeite oder in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Hospizbegleiterin tätig bin, immer wieder wird mir die Tatsache bewusst, dass es anderen Menschen genauso geht.

So viele Menschen fühlen sich nicht gesehen, nicht gehört und nicht verstanden.

So viele Menschen sagen nicht das, was sie sagen möchten oder tun nicht das, was sie wirklich tun möchten. 

Wir sind im Alltag viel zu beschäftigt, wir funktionieren und haben kaum Zeit zum nachdenken wer wir sind und was wir eigentlich wirklich wollen.

Erst wenn wir das zeitliches Ende unseres Lebens vor der Nase haben, fangen wir an, uns Gedanken zu machen und es tauchen Fragen auf, ob das nun schon alles gewesen sein kann und ob wir unser Leben bis jetzt richtig gelebt haben.

Durch diese Erfahrungen, habe ich mir vorgenommen, den Rest meines Lebens im Licht meiner Verletzlichkeit und Authentizität zu stehen und ich werde jeden umarmen, der mir dort mutig begegnet.

Ich weiß wie schwer das manchmal sein kann. Welche Strategien wir benutzen, welche Alltagsmasken wir aufsetzen, wie wir anderen gefallen wollen, welchen Druck wir uns selbst auferlegen, nur um nicht angreifbar oder verletzbar zu sein.

In unserer Vorzeigegesellschaft ist Wahrhaftigkeit nicht besonders gefragt. Traurigkeit, Ängste, depressive Verstimmungen, Versagen, Verluste, Krankheit und Tod, über das spricht man nicht gerne, zumindest nicht wenn es einen selber betrifft.

Meine Erfahrung zeigt mir aber, dass genau das befreiend und heilsam sein kann. Wenn wir aussprechen können was in uns vorgeht und wenn wir uns erlauben unsere Gefühlen zu zeigen. Nur so können wir uns dann auch gesehen und verstanden fühlen.

Das alles fehlt meiner Meinung nach auf dieser Welt und deshalb mache ich diese Arbeit.

Ich möchte Menschen einen Raum.geben,  indem sie ganz sie selbst sein können, unbeobachtet und ohne Scham erzählen können. Ich möchte ihnen die Erfahrung zuteil werden lassen, dass es vollkommen ok ist, Gefühle zu haben, nicht zu funktionieren, keinen Ausweg zu finden, so zu sein wie sie eben sind, usw.

Ob sie nun wütend, glücklich, verzweifelt, ängstlich oder traurig sind, für alles gibt es Beweggründe. Wenn man diese Gründe erkennt und somit die eigenen Verhaltensweisen versteht, dann kann man, wenn man es selbst für notwendig erachtet und bereit dazu ist, auch etwas verändern.

Davon bin ich überzeugt, das sehe ich als meine Art der Wegbegleitung – das ist meine Passion…